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Montag, 7. Mai 2012

What's wrong with this picture?!

Ich wußte ja schon immer, daß man auf Latein Dinge sehr viel knapper ausdrücken kann als auf Deutsch:

...et universo clero. ...und mit allen Männern und Frauen, allen Kindern und Jugendlichen, die ehrenamtlich oder hauptamlich einen Dienst in der Kirche verrichten.

Samstag, 28. April 2012

Verfassungswidrigkeit der Familie

Wenn alles mit halbwegs rechten Dingen zugeht, müßte das Betreuungsgeld jetzt sicher sein. Als Befürworter muß man sich eigentlich nur noch genüßlich zurücklehnen und darauf warten, daß sich die Gegner um Kopf und Kragen reden. Nachdem am Mittwoch bereits Manuela Schwesig erfolgreich vorgelegt hatte (und eine coole Antwort hervorgerufen hat, die weder sie noch ihre Äußerung einer Erwähnung für würdig befand und trotzdem klar gegen sie gerichtet war), greifen die Verzweifelten jetzt zum letzten Todschlagargument: Verfassungswidrigkeit.

Dafür müssen sie allerdings ganz schöne Klimmzüge machen, die es kaum wert sind, kommentiert zu werden. Zum einen bereite der Krippenausbau keine Nachteile für die Eltern, die ihre Kinder zu hause erziehen (was für sich genommen zwar richtig, aber kein Argument ist), zum zweiten dränge das Betreuungsgeld „Eltern zu einer bestimmten Art und Weise der Erziehung ihrer Kinder“ (was bereits sachlich falsch ist, denn die Geldzahlung ist ja nicht an einen bestimmten Erziehungsstil oder bestimmte Erziehungsziele geknüpft). Daß die Eltern für Kindergartengebühren entschädigt werden müßten, werde ich mir auch merken, wenn ich für meinen nächsten Ausweis Geld auf den Tisch legen soll; immerhin scheine ich ja einen verfassungsmäßigen Anspruch darauf zu haben, kostenlose Leistungen vom Staat zu bekommen.

Na, wie gesagt: Das Ende der Debatte kann nicht mehr fern sein. Zumal auch die Zustimmung deutlich höher ist, als man angesichts des Medienechos denken könnte, insbesondere in der (möglichen) Elterngeneration (51%). Und während die Piratenpartei das Betreuungsgeld ablehnt (man prüfe diese Aussage mal anhand der dortigen Kommentare :-), hat es unter den Piratenanhängern (und nur unter den Piratenanhängern) tatsächlich einer relative Mehrheit von 47%.

Freitag, 9. März 2012

Herrenmode

Ich hatte heute eine Mail von meiner Frau in meiner Mehlbox.[1] Drin war ein Link (via Seraphic).

Ich muß ja sagen, das hat ohne Frage Stil! Obwohl die Übernahme dieser Regeln gravierende Änderungen an meinem Äußeren nach sich zögen, hatte ich schonmal angefangen zusammenzurechnen, welchen Preis ich dafür zu zahlen hätte (vor allem die Trennung von einem guten halben Meter Haar...). Aber dann gab es doch gravierende Rückschläge. Weder wollte mich meine Frau zu meinem Geburtstag mit passenden Kleidungsstücken beglücken, noch war sie in Punkt 2 des Manifests verhandlungsbereit. Wenn ich anfange zu rauchen, fliege ich raus.

Na gut, dann bleibt's wohl vorläufig doch bei Jeans und Turnschuhen. Wobei, ein Kamelhaarumhang mit Ledergürtel...
--
[1] Ja, wir schreiben uns vom Wohnzimmer in die Küche[2] Mails.
[2] Küche steht hier übrigens für meine Wenigkeit. Seit ich mein Arbeitszimmer zugunsten der sich mehrenden Kinderschar aufgegeben habe, habe ich den Küchentisch als Arbeitsplatz okkupiert[3].
[3] Occupy Kitchen! Yeah!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Fahrgast ärgere Dich nicht

Die Berliner haben ja ein großes Spielzeug. Das nennt sich S-Bahn. Die größte Freude kommt dabei auf, wenn sie mal wieder unvorhergesehen ausfällt. Gerne bei unerwartbar winterlichem Wetter ("das konnte doch keiner ahnen, hieß doch immer: 'globale Erwärmung'!!!") oder bei heimlichen Tschernobyl-Gedenk-Veranstaltungen ("wir probieren mal, ob die Notstromversorgung anläuft").

Da also der Berliner soviel Spaß mit seiner S-Bahn und Mitleid mit all den Nicht-Berlinern, die diese Quelle himmlischer Freuden nicht genießen können, hat, will er jetzt auch den Rest des Landes an dieser, seiner Freude teilhaben lassen. Wie im richtigen Leben ist auch im Spiel "Fahrgast ärgere Dich nicht" Improvisationsvermögen, Streßresistenz sowie die Fähigkeit zur Vertiefung menschlicher Beziehungen von nöten:

Quelle

Oder direkter Download:
Spielplan
Regeln
Störungskarten

Montag, 10. Oktober 2011

Sledge, Rattle 'n' Roll

Hey, cool! Auf der Suche nach dem korrekten Wortlaut dieses Zitats habe ich tatsächlich meine absolute Lieblingsfolge von Sledge Hammer bei YouTube gefunden. Just sit back and enjoy:
"Rock! I’m gonna get to the bottom of this, Doreau, and you know why? ’Cause this whole rock scene makes me puke. You know what’s responsible for the moral degeneration of our american youth? Rock! Crime in the streets? Rock! You look under any rock, you know what you find? Rock! I must go find this Vicuna character. Maybe I can catch him with some incriminating evidence and blow him away. That will clear the court calender."
"That satanic noise you pawn off as music feeds on the minds of our young people, causing ’em to grow their hair long and smoke funny cigarettes and then cut school and stay home all day watching that..., that... NBC!" – "MTV!" – "Don’t confuse me!"
"Now listen up, you dirty, filthy, foul-mouth scum!" – "Hey, 've you thought about writing lyrics?" – "Yeah, how's this? I'm tired of your degenerate fun, so you better tell me what you've done, or I'll blow you away with my gun." – "Yeah, that's pretty good, allright."
"This is terrible. It appears that their plane has crashed. – Gory details at 11."
"You have any idea what happened to the plane?" – "Yeah,... the plane... crashed, that's essentially, that's the long and the short of it."

Samstag, 24. September 2011

Jubelperser

Die Absperrungen schienen keine Chance zu lassen, gestern irgendwie in die Nähe des Papstes zu kommen. Ärgerlich, da ich heute erst recht keine Chance haben werde. Dann, schon in Vorbereitung des Livestream-Guckens, der Anruf: "Wir stehen direkt an der Auffahrt zum Domberg. Erst außen rum, dann mitten durch und rein." Ganz so einfach war's dann doch nicht. Aber der Papst zum Glück verspätet, noch rechtzeitig angekommen, um die Maschine zwischen Dom und Severi hindurchfliegen zu sehen.

Irgendwann rauschte er dann auch vorbei. Verspiegelte Fenster, nichts zu erkennen. Mist. 20 Minuten später dann doch noch: Dank Spitzkehre Blick von vorne rechts (im ARD-Video ab ca. Minute 74), weißer Mann in schwarzem Auto. Und dann schon wieder alles vorbei. Abenteuerlicher Rückweg. 600 Meter (unter normalen Umständen), 30 Minuten Fußweg im Slalom durch das Sperrgebiet.

Aber dafür: ganz viel Bauchweh erspart. ARD bringt gleich drei kapitale Fehlleistungen in einer halben Minute (ab 29:00) unter, faselt was von Bischof Feige sei Vikar in Salzwedel und Magdeburg, Bischof Ipholt kann ich beim besten Willen nicht auf dem Rollfeld finden, und eine Augustinerschule findet Google in Erfurt auch nicht. Die Kinder jedenfalls waren aus dem Domkindergarten. Aber auch das Domradio hat -- mit dem Dom-Fachmann bereits im Augustinerkloster -- kräftig danebengegriffen, wie die beste aller Ehefrauen hinterher berichtete (in der Mediathek habe ich das nicht gefunden). Als der Papst vor den aus der Krypta elevierten Sarkophagen der Heiligen Adelar und Eoban kniete, sprachen sie vom Grab Bischof Hugo Aufderbecks (an dessen tatsächlichem Grab ihnen zwangläufig nichts mehr einfiel), und als die Maria sedes sapientiae in den Blick kam, sprachen sie wohl von einer Pietà "mit dem Jesuskind auf dem Schoß". Autsch.

Freitag, 26. August 2011

Snickers-Diät

Letztes Wochenende waren wir ein bißchen im Thüringer Wald wandern. Naja, soweit man 4 km als Wandern bezeichnen kann, aber viel mehr ist mit kleinen Kindern nicht drin. Und das war auch ganz gut so, hatte ich danach doch tagelang Muskelkater.

Erschreckend, wenn ich bedenke, daß ich vor nur 10 Jahren locker flockig am Tag 40 km mit 20 Kilo auf dem Rücken gelaufen bin. (Jetzt habe ich die 20 Kilo eher am Bauch...)

Nach einigem Nachdenken bin ich nun zu dem Ergebnis gekommen: Es liegt an der Ernährung!

Denn anfangs war die Tour gar nicht so richtig locker flockig. Nach den ersten zwei Tagen kam ich morgens schon fast nicht mehr los, nur die Tatsache, in einer unbewirtschafteten Hütte im schottischen Nirgendwo übernachtet zu haben, half mir auf die Beine. An dem Tag kam ich nur mit Mühen in der rund 30 km entfernten nächsten Jugendherberge an.

Nach zwei Ruhetagen bin ich von dort wieder aufgebrochen und hatte keine Schwierigkeiten mehr. Denn in nämlicher Jugendherberge waren Mars-Riegel käuflich zu erwerben, wovon viele Besucher Gebrauch machten, also auch ich. Da von den Dingern praktischerweise gleich fünf Stück ohne Schwierigkeiten mit in meine Phototasche paßten, nahm ich sie als Notration mit auf den Weg, damit mir sowas wie am Morgen des dritten Tages nicht nochmal passierte.

Und siehe: Sie machten sich nicht nur als Notration, sondern auch als primärer Energieträger nützlich. Am nächsten Tag stieg ich in Ermangelung von genug Vorräten im (zumindest damals) einzigen Laden von Wanlockhead auf Snickers um, und dabei blieb es bis zum Schluß.

Und mittlerweile gibt's Snickers ja auch als lecker Eis!

Freitag, 29. Juli 2011

Sowas, Teil III

Ich bin eigentlich ein großer Freund des Verkehrsmittels Bahn. In der Regel habe ich auch keine Probleme mit Verspätungen, dem Finden des günstigsten Fahrpreises und der besten Verbindung. Jetzt habe ich es aber doch noch geschafft, eine "Lücke im System" zu finden. Was bei direkten Verbindungen kein Problem ist, scheint mit einem kurzen Zwischenstop in einer Stadt am Rande des Weges nicht mehr ohne weiteres zu funktionieren: Alle Verindungen zu finden.

Fahre ich von x nach z, finde ich Verbindungen im Stundentakt. Will ich aber von dort nach y weiterfahren und das ganze mit einer einzigen Fahrkarte machen (wir erinnern uns: normalerweise habe ich keine Probleme den günstigsten Fahrpreis zu finden, was natürlich Rund- und Rückfahrten bei mehreren Fahrtzielen innerhalb von zwei Tagen mit einschließt :-), fehlt plötzlich jede zweite Verbindung zwischen x und z -- und das unabhängig davon, ob es sich um eine Direktverbindung oder eine mit Umsteigen handelt. Auch wenn "schnelle Verbindungen bevorzugen" ausdrücklich weggeklickt und als Abfahrtszeit die des gewünschten Zuges angegeben ist, findet er diesen nicht. Erst manuelle Anpassung der Umsteigezeit ("früher in z ankommen") ließ den gewünschten Zug auftauchen -- mit dem Problem, daß der gewünschte Anschluß nicht mehr auswählbar war.

Also Neustart mit der nun ermittelten Aufenthaltszeit und erneute manuelle Anpassung -- und voila: Da ist die gewünschte Verbindung. Gebe ich die nun ermittelte Umsteigezeit aber von Anfang an ein, findet er diese Verbindung wieder nicht. Erst langsames Reduzieren der Umsteigezeit ergibt dann wieder die gewünschte Verbindung -- nach Abzug von 10 Minuten. Aber Vorsicht: bei zuviel Abzug gibt es gleich wieder den nächsten Zug von x...

Meine Güte, wer hat das denn bloß programmiert?!

Update: Was im Internet ein Schmerz im verlängerten Rücken war, ging am Automaten völlig problemlos. Watt'n Quatsch.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Kommunikationsfehler

Auf was man so stößt, wenn man "XPhome" als "X-Phone" statt als "[Windows] XP home" decodiert:


Ich würd's mir sofort kaufen, vor allem wegen der Abwärtskompatibilität :-)

Auch nett: Das Pomegranate Phone

Freitag, 20. Mai 2011

"If you do not accept this offer, then i will not be happy because it is only you i trust."

Es gibt ja Spam/Phishing-Mails, die sind so dämlich, dass man sie einfach unkommentiert weitergeben muss (eigentlich geschickte Methode). Hier die neueste mich erreichende "Nigeria-Connection-Variante" (man beachte bitte die formvollendete Differenz zwischen Absenderadresse und Angabe in der Mail):

Betreff: MESSAGE!!!!
Von: Rev Lowe,Landra-Michelle [notic821@orangehome.co.uk]

An American, a missionary born on 11-27-69 in Texas.
1) people willed lots of fund to me before they died for my missionary work and charity..

2)My husband and only child died 9yrs ago,the shock made me develop this heart sickness. i got your profile of trust and love for mankind through a christian
that knows you.

3)I am dying of a serious illness and i willed One million USD to you in my last testament of WILL.

Please take this serious and Get back to me because you are not expected to pay any unecessary fees to get this Fund.But if you must pay any fees,i must assist you financially too.

If you do not accept this offer,then i will not be happy because it is only you i trust.Use part of the fund for charity and some for your personal welfare.i have some documents to give to you as soon as i hear from you today and i will direct you on the simple way to get the fund.(My identity card ).love you and my Lord loves you most.You are blessed by this email.respond to my private email: landramichellelowe@yahoo.com.hk

(God Bless you.
Rev Lowe,Landra-Michelle
Email: landramichellelowe@yahoo.com.hk

Mittwoch, 20. April 2011

"Ich bin im Auftrag des Herrn unterwegs"

Sollte bei mir jemand wegen der Volkszählung klingeln -- kann ich mich dann wohl rausreden mit "Angehöriger ausländischer Streitkräfte"?

Freitag, 8. April 2011

Wutchrist von oben

Einen Protestbrief will er schreiben, und er ist kein geringerer als der Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols. Immerhin stehe nicht weniger als die Erinnerung an die lange soziale Verpflichtung der Kirche auf dem Spiel. Dabei beruft er sich auf einen der bekanntesten englischen Konvertiten der 19. Jahrhunderts, Kardinal Henry Edward Manning, der seine Bekanntheit vor allem seinem sozialen Engagement verdankte, unterstützte er doch den Londoner Dockarbeiterstreik von 1889. All das ist also in Gefahr, sollte des Herrn Erzbischofs Stammkneipe umbenannt werden.

Donnerstag, 7. April 2011

Apropos...

...Gendering: Das treibt bei uns ja die tollsten Blüten. Während man sich ja an die sprachliche Umständlichkeiten a la "liebe Studierenden" mehr oder weniger schulterzuckend gewöhnt hat, scheint es mittlerweile einen verstärkten Trend zu geben, auch bei Worten, die nun definitiv nicht mal mehr ein generisches Maskulinum sind, geschlechterunterscheidende Endungen anzufügen. Als ich letztens mit "Heiliginnen" malträtiert wurde, dachte ich ja noch, mich verhört zu haben, und vielleicht hatte sich da ja tatsächlich jemand nur verhaspelt. Den Vogel abgeschossen hat allerdings eindeutig MDR info bei den heutigen Fernsehtips. Hört's euch selbst an, das glaubt mir ja sonst eh keiner: hier bei 2:31.