Da Phil ein wenig schwächelt, muß ich wohl oder übel aushelfen, obwohl Crustcore nicht gerade mein Spezialgebiet ist:
In ipsa item catholica ecclesia magnopere curandum est, ut id teneamus, quod ubique, quod semper, quod ab omnibus creditum est.
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Freitag, 27. April 2012
Freitag, 30. Dezember 2011
Crashkurs Metal Genre
Ich wollte ja immer noch weitermachen mit meiner "Metal-Serie", zunächst mal zur Musik. Das ist nach wie vor nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Zum Stichwort "Zwischendurch" paßt aber der folgende Crashkurs:
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Montag, 12. Dezember 2011
Poff
Einen Moment lang mußte ich dann doch nochmal das Original zur Prüfung konsultieren. Aber nein, sie sind so dicht dran, daß der Metal-Faktor tatsächlich schon von Verdi stammen muß. Zumal die Band sonst nicht annähernd so heavy scheint (zumindest wenn ich dem Zufallsgenerator von YouTube glauben darf, I wouldn't know, da ich seit der musikalischen Neutronenbombe Nightwish einen Riesenbogen um "Female-fronted/Symphonic Metal" gemacht habe).
Montag, 5. Dezember 2011
Samstag, 3. Dezember 2011
Heavy Metal Thunder
Sehr zu empfehlen (inklusive praktischer Beleg, warum lange Haare bei solcher Musik einfach essentiell sind :-)
Auch nett
Und: Nix Metal, aber völlig abgefahren (also doch irgendwie metal)
Dienstag, 11. Oktober 2011
Marionettenmeister
Mit dem Sledge Hammer-Post habe ich die (unbewußte) Quelle des letzten Metal-Serien-Post-Titels preisgeben. Da seht ihr mal, wie seriös und objektiv mein Bloggen ist. Schönen Gruß von Freud. :-)
Worum es mir aber im Ernst geht, ist die Kritik an der Diskussion über eine Musikkultur unter Ausblendung der Musik selbst. Mir ging es zunächst (und eigentlich auch abdriftenderweise) um eine rein negative Abwehr einiger (zum Teil nur scheinbar) auf die Musik bezogener Argumente gegen den Metal. Damit ist nicht mehr und nicht weniger gesagt, als daß die Kritik am Metal eben genau den Metal ausblendet.
Nicht mehr bedeutet dabei, daß es ja durchaus auch eine soziale Praxis gibt, also der Metal auch eine Subkultur ist, und daß man Kritik an den Inhalten der Songtexte nicht einfach zur Seite wischen kann. Nicht weniger aber bedeutet, daß mindestens eben jene soziale Praxis sich um die Musik herum bildet und nicht andersrum, daß die soziale Praxis also die Musik interpretiert (sowie die Musik die soziale Praxis) und nicht bloß eine beliebige Begleiterscheinung ist.
Wenn ultramontanus in der ComBox schreibt: "Das heißt, um seine Bedeutung zu erfassen, genügt es nicht, nur zu konstatieren, ah, hier und hier und da auch kommt ein Tritonus vor, sondern seine Stellung im Stück und die weitere Progression müssten schon mit betrachtet werden", dann hat er eigentlich genau den Punkt getroffen, um den es mir im positiven Sinne geht (auch wenn zitierter Abschnitt eine andere Zielrichtung hatte). Die Kritiker lehnen die Musik ab, weil sie laut ist (ohne zu erklären, warum Lautstärke, über den möglichen gesundheitlichen Schaden hinaus, schlecht ist), weil sie musikalisch anspruchslos wäre (ohne darzulegen, welchen musikalischen Anspruch sie dabei als notwendig voraussetzen), weil sie disharmonisch ist (ohne zu erklären, ob Disharmonie erst beim Tritonus anfängt oder bereits die Polyphonie vom Bösen war), kurz: weil sie ihnen nicht gefällt (was ja niemand verlangt, es reicht ja, wenn sie den Metallern gefällt).
Ok, eins muß ich allerdings zugeben: Ein ästhetisches Urteil ist immer auch ein moralisches, nämlich über die Werte, die hinter dem ästhetisch beurteilten Kunstwerk intuitiv angenommen werden. Und genau damit sind wir auch beim eigentlich Inhalt der Kritik, nämlich an den (angeblichen) Werten, die vom Metal vertreten werden, und den daraus resultierenden Handlungen. Der springende Punkt ist nur: Das intuitive Urteil wäre zu durchdenken und zu einem reflektierten Urteil zu machen. Dieses sollte dann auf Musik, Texten und sozialer Praxis zugleich beruhen.
Das Dumme ist nur, daß ein solcher Ansatz etwas komplizierter ist, als einfach nur bestätigende Indizien für die eigene Meinung zu suchen und aneinanderzureihen.1 Und möglicherweise würde man dabei festellen müssen, daß die ästhetisch-intuitive Ablehnung musikalisch nicht ganz so leicht zu begründen ist, denn, wenngleich das Niveau auch schwankt, ist es nicht so leicht, dem Metal einen künstlerischen Anspruch abzusprechen. Darauf will ich demnächst näher eingehen.
Für heute soll als praktische Einführung die "A-Seite" von "Master of Puppets" genügen (denn über Musik zu schreiben ist, wie zu Archtiektur zu tanzen), die vielfach für Metal in Beinahe-Perfektion gehalten wird. (Anmerkung: Metal ist eigentlich schlecht dazu geeignet, komprimiert zu werden [es kommt leicht zu "Klirrgeräuschen"], und die Lautstärke sollte eigentlich auch nicht übertrieben werden, weil es sonst leicht zu Übersteuerungen und infolgedessen ungewollten Verzerrungen kommt. Und die Leute, die den Baßregler bis zum Anschlag aufdrehen müssen, kotzen mich ja auch an. Oder anders gesagt, ich habe lange gesucht nach den Videos, aber die Soundqualität befriedigt mich [auch dank "dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar"] immer noch nicht. Kauft euch also das Album. Am besten gleich auf Vinyl :-P)
Track 1: Battery
Track 2: Master of Puppets
Track 3: The Thing That Should Not Be
Track 4: Welcome Home (Sanitarium)
Fußnote
1) Damit ihr versteht, warum mich diese Vorgehensweise so aufregt, ein durchaus repräsentatives Beispiel. Hans-Jürgen Ruppert zitiert in den EZW-Texten, Band 140: Satanismus, auf Seite 38 folgende "Einladung zu einem Konzert" (grau hinterlegt hervorgehoben): "Wenn ihr blutgeil seid, müßt ihr auf unser nächstes Slaughter in Hell-Konzert kommen. Wir zersägen Kreuze und blutige Köpfe, erschießen Mönche und Jesus Christus... etc. Bloodlust!"
1. Das Zitat dient dazu, die Verbindung zwischen Satanismus und Rockmusik zu belegen, die zumindest ein gefährliches Spiel mit dem Bösen darstelle. Könnte man ja erstmal so stehen lassen, denn diese Verbindung gibt es ja.
2. Rupperts Text ist von 1998.
3. Endnote 131 gibt preis: Das Zitat stammt aus dem Materialdienst der EZW 12/1986 (!) und ist dort dem "Metal Hammer" entnommen.
Wir fassen bis hierher nochmal zusammen: 1998 wird als Beleg für die gefährliche Verbindung von Rockmusik und Satanismus ein 12 Jahre altes Zitat gebracht und nach einer Sekundärquelle zitiert sowie im Fließtext keinerlei Hinweis auf das Alter des Zitats gegeben, sondern vielmehr der Eindruck von Aktualität erweckt. Sollte es, wenn diese Verbindung tatsächlich existiert (was ich ja keineswegs bestreite), nicht neuere Zitate geben, die man direkt aus der Quelle zitieren kann? (Ja, gibt es -- in Massen!)
4. Wenn der zuvor vielleicht noch gewogene (sonst würde er das ja gar nicht lesen) Metaller angesichts des Anfang der 90er ganz andere Dimensionen satani(sti)scher Praxis weit außerhalb von Konzertbühnen erreichenden norwegischen Black Metals nicht schon jetzt lachend in der Ecke liegt, dann tut er es spätestens, nachdem er die Encyclopedia Metallum nach "Slaughter in Hell" befragt hat und dabei über die überaus erfolgreiche und für die ganze Szene repäsentative, weil epochale Band "Antichrist" gestoßen ist, die so abgrundtief true ist, daß sie auch nach fast 30 Jahren nicht über den Demo-Status hinausgekommen ist. Man beachte übrigens auch (unter "Members"), daß die Band offenbar zwischen 1986 und 2003 nicht aktiv war.
Also mal ganz ehrlich: Was soll sowas?! Die EZW ist doch nicht irgendeine Klitsche wie die Westboro Baptist Church, sondern eine offizielle Einrichtung der EKD mit (zumindest latent) wissenschaftlichem Anspruch (die EZW-Texte sind im Gegensatz zu den freikirchlichen Traktätchen auch außerhalb einer Metal-Arbeit zitierbar). Aber das ist kein Einzelfall, schon auf Seite 22 findet sich -- wohl um eine Verbindung zwischen Aleister Crowley und der (Schüler-)Band "Absurd" sowie ihrem "Satansmord" in Sondershausen herzustellen (was mit den Fakten aus dem Fall wohl leichter gegangen wäre) -- die Aussage, Weida (wo sich Crowley in den 1920er Jahren mal kurz zu einem okkulten Kongreß aufgehalten hat und zum "Weltheiland" ausrufen ließ) liege "unweit von Sondershausen". Hier wäre ein handelsüblicher Straßenatlas hilfreich gewesen, aber urteilt selbst.
Worum es mir aber im Ernst geht, ist die Kritik an der Diskussion über eine Musikkultur unter Ausblendung der Musik selbst. Mir ging es zunächst (und eigentlich auch abdriftenderweise) um eine rein negative Abwehr einiger (zum Teil nur scheinbar) auf die Musik bezogener Argumente gegen den Metal. Damit ist nicht mehr und nicht weniger gesagt, als daß die Kritik am Metal eben genau den Metal ausblendet.
Nicht mehr bedeutet dabei, daß es ja durchaus auch eine soziale Praxis gibt, also der Metal auch eine Subkultur ist, und daß man Kritik an den Inhalten der Songtexte nicht einfach zur Seite wischen kann. Nicht weniger aber bedeutet, daß mindestens eben jene soziale Praxis sich um die Musik herum bildet und nicht andersrum, daß die soziale Praxis also die Musik interpretiert (sowie die Musik die soziale Praxis) und nicht bloß eine beliebige Begleiterscheinung ist.
Wenn ultramontanus in der ComBox schreibt: "Das heißt, um seine Bedeutung zu erfassen, genügt es nicht, nur zu konstatieren, ah, hier und hier und da auch kommt ein Tritonus vor, sondern seine Stellung im Stück und die weitere Progression müssten schon mit betrachtet werden", dann hat er eigentlich genau den Punkt getroffen, um den es mir im positiven Sinne geht (auch wenn zitierter Abschnitt eine andere Zielrichtung hatte). Die Kritiker lehnen die Musik ab, weil sie laut ist (ohne zu erklären, warum Lautstärke, über den möglichen gesundheitlichen Schaden hinaus, schlecht ist), weil sie musikalisch anspruchslos wäre (ohne darzulegen, welchen musikalischen Anspruch sie dabei als notwendig voraussetzen), weil sie disharmonisch ist (ohne zu erklären, ob Disharmonie erst beim Tritonus anfängt oder bereits die Polyphonie vom Bösen war), kurz: weil sie ihnen nicht gefällt (was ja niemand verlangt, es reicht ja, wenn sie den Metallern gefällt).
Ok, eins muß ich allerdings zugeben: Ein ästhetisches Urteil ist immer auch ein moralisches, nämlich über die Werte, die hinter dem ästhetisch beurteilten Kunstwerk intuitiv angenommen werden. Und genau damit sind wir auch beim eigentlich Inhalt der Kritik, nämlich an den (angeblichen) Werten, die vom Metal vertreten werden, und den daraus resultierenden Handlungen. Der springende Punkt ist nur: Das intuitive Urteil wäre zu durchdenken und zu einem reflektierten Urteil zu machen. Dieses sollte dann auf Musik, Texten und sozialer Praxis zugleich beruhen.
Das Dumme ist nur, daß ein solcher Ansatz etwas komplizierter ist, als einfach nur bestätigende Indizien für die eigene Meinung zu suchen und aneinanderzureihen.1 Und möglicherweise würde man dabei festellen müssen, daß die ästhetisch-intuitive Ablehnung musikalisch nicht ganz so leicht zu begründen ist, denn, wenngleich das Niveau auch schwankt, ist es nicht so leicht, dem Metal einen künstlerischen Anspruch abzusprechen. Darauf will ich demnächst näher eingehen.
Für heute soll als praktische Einführung die "A-Seite" von "Master of Puppets" genügen (denn über Musik zu schreiben ist, wie zu Archtiektur zu tanzen), die vielfach für Metal in Beinahe-Perfektion gehalten wird. (Anmerkung: Metal ist eigentlich schlecht dazu geeignet, komprimiert zu werden [es kommt leicht zu "Klirrgeräuschen"], und die Lautstärke sollte eigentlich auch nicht übertrieben werden, weil es sonst leicht zu Übersteuerungen und infolgedessen ungewollten Verzerrungen kommt. Und die Leute, die den Baßregler bis zum Anschlag aufdrehen müssen, kotzen mich ja auch an. Oder anders gesagt, ich habe lange gesucht nach den Videos, aber die Soundqualität befriedigt mich [auch dank "dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar"] immer noch nicht. Kauft euch also das Album. Am besten gleich auf Vinyl :-P)
Track 1: Battery
Track 2: Master of Puppets
Track 3: The Thing That Should Not Be
Track 4: Welcome Home (Sanitarium)
Fußnote
1) Damit ihr versteht, warum mich diese Vorgehensweise so aufregt, ein durchaus repräsentatives Beispiel. Hans-Jürgen Ruppert zitiert in den EZW-Texten, Band 140: Satanismus, auf Seite 38 folgende "Einladung zu einem Konzert" (grau hinterlegt hervorgehoben): "Wenn ihr blutgeil seid, müßt ihr auf unser nächstes Slaughter in Hell-Konzert kommen. Wir zersägen Kreuze und blutige Köpfe, erschießen Mönche und Jesus Christus... etc. Bloodlust!"
1. Das Zitat dient dazu, die Verbindung zwischen Satanismus und Rockmusik zu belegen, die zumindest ein gefährliches Spiel mit dem Bösen darstelle. Könnte man ja erstmal so stehen lassen, denn diese Verbindung gibt es ja.
2. Rupperts Text ist von 1998.
3. Endnote 131 gibt preis: Das Zitat stammt aus dem Materialdienst der EZW 12/1986 (!) und ist dort dem "Metal Hammer" entnommen.
Wir fassen bis hierher nochmal zusammen: 1998 wird als Beleg für die gefährliche Verbindung von Rockmusik und Satanismus ein 12 Jahre altes Zitat gebracht und nach einer Sekundärquelle zitiert sowie im Fließtext keinerlei Hinweis auf das Alter des Zitats gegeben, sondern vielmehr der Eindruck von Aktualität erweckt. Sollte es, wenn diese Verbindung tatsächlich existiert (was ich ja keineswegs bestreite), nicht neuere Zitate geben, die man direkt aus der Quelle zitieren kann? (Ja, gibt es -- in Massen!)
4. Wenn der zuvor vielleicht noch gewogene (sonst würde er das ja gar nicht lesen) Metaller angesichts des Anfang der 90er ganz andere Dimensionen satani(sti)scher Praxis weit außerhalb von Konzertbühnen erreichenden norwegischen Black Metals nicht schon jetzt lachend in der Ecke liegt, dann tut er es spätestens, nachdem er die Encyclopedia Metallum nach "Slaughter in Hell" befragt hat und dabei über die überaus erfolgreiche und für die ganze Szene repäsentative, weil epochale Band "Antichrist" gestoßen ist, die so abgrundtief true ist, daß sie auch nach fast 30 Jahren nicht über den Demo-Status hinausgekommen ist. Man beachte übrigens auch (unter "Members"), daß die Band offenbar zwischen 1986 und 2003 nicht aktiv war.
Also mal ganz ehrlich: Was soll sowas?! Die EZW ist doch nicht irgendeine Klitsche wie die Westboro Baptist Church, sondern eine offizielle Einrichtung der EKD mit (zumindest latent) wissenschaftlichem Anspruch (die EZW-Texte sind im Gegensatz zu den freikirchlichen Traktätchen auch außerhalb einer Metal-Arbeit zitierbar). Aber das ist kein Einzelfall, schon auf Seite 22 findet sich -- wohl um eine Verbindung zwischen Aleister Crowley und der (Schüler-)Band "Absurd" sowie ihrem "Satansmord" in Sondershausen herzustellen (was mit den Fakten aus dem Fall wohl leichter gegangen wäre) -- die Aussage, Weida (wo sich Crowley in den 1920er Jahren mal kurz zu einem okkulten Kongreß aufgehalten hat und zum "Weltheiland" ausrufen ließ) liege "unweit von Sondershausen". Hier wäre ein handelsüblicher Straßenatlas hilfreich gewesen, aber urteilt selbst.
Freitag, 7. Oktober 2011
Satanischer Krach
"Satanischer Krach" -- ist das ein Urteil über die Musik oder die Texte? Ich mach's mal kurz: In fast allen Publikationen werden solche und ähnliche Urteile allein über die Texte sowie mitunter die Biographie der Musiker begründet. Das ärgert mich, weil es nicht nur völlig unangemessen ist, eine Musikkultur allein über ihre Texte zu beurteilen, die in vielen Fällen nicht einmal zu verstehen sind, sondern es auch in den innermetallischen Diskursen zunächst einmal um die Musik geht. Die Texte sind zwar nicht völlig unwichtig und beliebig, aber doch sekundär; sie müssen zur Musik passen.
Es gibt nur ein paar wenige Autoren, die sich in ihrer Kritik auf eine ekstatische und enthemmende Wirkung der Musik auf die Hörer berufen, aber nur einen einzigen Autor, der argumentiert und begründet, warum die Musik so wirkt und was das Problematische daran ist. Und das ist kein geringerer als -- Joseph Ratzinger. Er macht aber ausdrücklich eine Voraussetzung, die nicht aus der Musik selbst stammt: den Willen der Zuhörer zur Ekstase und das dadurch angestrebte Ziel einer Identitätsauflösung. D.h. die Musik wirkt nicht automatisch ekstatisch, sondern weil die Hörer sie zum Zweck der Ekstatisierung hören. Konsequenterweise beschränkt sich Joseph Ratzinger auch nicht auf den "satanischen Krach", der bei ihm allenfalls am Rande eine Rolle spielt, sondern verwirft (indirekt) jede Unterscheidung zwischen "bösem Metal" und "gutem Rock & Pop". Der Vorwurf, im moralischen Sinne schlechte Musik zu sein, trifft bei ihm die Rock- und Popmusik als ganze (wobei man korrekterweise natürlich einschränken muß: es geht, wie in allen moralischen Fragen, nicht um ein moralisches Urteil über die Musik an sich, sondern um den Umgang von zum moralischen Urteil befähigten Subjekten mit ihr). Dabei ebnet er auch nicht die musikalischen Unterschiede ein; die Wirkung von Rock und Pop unterscheide sich durchaus im Detail, aber das angestrebte Ziel bleibe dasselbe.
Diese Kritik war die einzige, die mir ernsthaft (und über Monate hinweg) zu knabbern gegeben hat. Denn die Argumentation ist nicht nur aus sich selbst heraus schlüssig, sondern wird -- man höre und staune -- zumindest in Bezug auf die Popmusik von Metallern nicht gerade rundheraus abgelehnt. Die Sprache ist eine andere, der Kritikpunkt -- Musik nicht für das Volk, sondern für die [dumpfe] Masse, Auflösen von Individualität durch Vermassung -- ist derselbe. Wissenschaftlich etwas schwierig wird die Sache aber dadurch, daß Jospeh Ratzinger an keiner der drei Stellen, an denen ich die angerissene Argumentation gefunden habe, sie durch Verweise, Zitate oder andere Belegstellen untermauert, und die Kernargumentation nirgendwo länger als anderthalb bis zwei Seiten ausmacht, aber durchaus eine gewisse Komplexität aufweist.
Um ein große Frage in möglichst blogkonformer Länge zu halten: Ich vermute hier einen Bezug auf Elias Canettis "Masse und Macht", was die Sache wiederum nicht einfacher macht, da Bettina Roccor und Deena Weinstein in ihren Monographien über Metal Elias Canetti weitgehend zustimmend auf den Metal anwenden. Ich könnte jetzt viel über die kleinen, aber folgenreichen Verschiebungen zwischen Canettis und Ratzingers Argumentation schreiben (was ich in meiner Diss auch tue), das würde allerdings nichts daran ändern, daß die Kritik durch diese Verschiebungen zwar ein wenig die Berechtigung, sich auf Elias Canetti zu berufen, verliert, Ratzinger aber sich nicht nur nicht auf Canetti beruft, sondern gerade durch seine Verschiebungen die Kritik erst theologisch wirklich schlüssig wird.
Letzlich muß die Frage hier (zunächst?) offenbleiben. Wesentlich bleibt es Kritik am Willen zur Ekstase. Um aber herauszufinden, ob dieser in einer bestimmen Musikkultur (mehrheitlich) vorliegt, dafür geben weder Canetti noch Ratzinger ein Instrumentarium an die Hand. Dagegen sprechen beim Metal der hohe Stellenwert der Individualität sowie "metallische" Argumentationen gegenüber der Popmusik, die der Ratzingers sehr nahe kommen. Doch es gibt auch Äußerungen, die Ratzingers Kritik bis ins Detail zu bestätigen scheinen (wobei ich eingestehen muß, daß mich deren Existenz durchaus überrascht hat). Es wäre zwar merkwürdig, aber nicht undenkbar, würde der Metal auf Konzerten ausgerechnet die Individualität aufzulösen trachten, die er ansonsten als Wert vertritt. Möglicherweise bemerken aber die starken Individualisten im Metal einfach nur nicht, wie unindividualistisch sie eigentlich sind, weil sie sich nur andere Regeln vorgeben lassen als der Durchschnittsmensch.
Jetzt bin ich von meiner eigentlichen Absicht, von der Musik selbst zu schreiben, ein paar Kapitel abgekommen und werde das auf den nächsten Post verschieben müssen. Bevor mir aber jemand vorwirft, Moment!, da gibt's doch noch ganz gefährliche Dinge wie Rückwärtsbotschaften oder die satanischen Tritonus, werde ich auch dazu noch kurz etwas anfügen. Beides kommt in meiner Diss nur als Exkurs zur Sprache, was damit zu tun hat, daß sich zwar die Vorurteile gut in der entsprechenden Traktätchenszene halten, sie aber in keiner Weise auch nur ansatzweise wissenschaftlich anschlußfähig sind:
Es gibt nur ein paar wenige Autoren, die sich in ihrer Kritik auf eine ekstatische und enthemmende Wirkung der Musik auf die Hörer berufen, aber nur einen einzigen Autor, der argumentiert und begründet, warum die Musik so wirkt und was das Problematische daran ist. Und das ist kein geringerer als -- Joseph Ratzinger. Er macht aber ausdrücklich eine Voraussetzung, die nicht aus der Musik selbst stammt: den Willen der Zuhörer zur Ekstase und das dadurch angestrebte Ziel einer Identitätsauflösung. D.h. die Musik wirkt nicht automatisch ekstatisch, sondern weil die Hörer sie zum Zweck der Ekstatisierung hören. Konsequenterweise beschränkt sich Joseph Ratzinger auch nicht auf den "satanischen Krach", der bei ihm allenfalls am Rande eine Rolle spielt, sondern verwirft (indirekt) jede Unterscheidung zwischen "bösem Metal" und "gutem Rock & Pop". Der Vorwurf, im moralischen Sinne schlechte Musik zu sein, trifft bei ihm die Rock- und Popmusik als ganze (wobei man korrekterweise natürlich einschränken muß: es geht, wie in allen moralischen Fragen, nicht um ein moralisches Urteil über die Musik an sich, sondern um den Umgang von zum moralischen Urteil befähigten Subjekten mit ihr). Dabei ebnet er auch nicht die musikalischen Unterschiede ein; die Wirkung von Rock und Pop unterscheide sich durchaus im Detail, aber das angestrebte Ziel bleibe dasselbe.
Diese Kritik war die einzige, die mir ernsthaft (und über Monate hinweg) zu knabbern gegeben hat. Denn die Argumentation ist nicht nur aus sich selbst heraus schlüssig, sondern wird -- man höre und staune -- zumindest in Bezug auf die Popmusik von Metallern nicht gerade rundheraus abgelehnt. Die Sprache ist eine andere, der Kritikpunkt -- Musik nicht für das Volk, sondern für die [dumpfe] Masse, Auflösen von Individualität durch Vermassung -- ist derselbe. Wissenschaftlich etwas schwierig wird die Sache aber dadurch, daß Jospeh Ratzinger an keiner der drei Stellen, an denen ich die angerissene Argumentation gefunden habe, sie durch Verweise, Zitate oder andere Belegstellen untermauert, und die Kernargumentation nirgendwo länger als anderthalb bis zwei Seiten ausmacht, aber durchaus eine gewisse Komplexität aufweist.
Um ein große Frage in möglichst blogkonformer Länge zu halten: Ich vermute hier einen Bezug auf Elias Canettis "Masse und Macht", was die Sache wiederum nicht einfacher macht, da Bettina Roccor und Deena Weinstein in ihren Monographien über Metal Elias Canetti weitgehend zustimmend auf den Metal anwenden. Ich könnte jetzt viel über die kleinen, aber folgenreichen Verschiebungen zwischen Canettis und Ratzingers Argumentation schreiben (was ich in meiner Diss auch tue), das würde allerdings nichts daran ändern, daß die Kritik durch diese Verschiebungen zwar ein wenig die Berechtigung, sich auf Elias Canetti zu berufen, verliert, Ratzinger aber sich nicht nur nicht auf Canetti beruft, sondern gerade durch seine Verschiebungen die Kritik erst theologisch wirklich schlüssig wird.
Letzlich muß die Frage hier (zunächst?) offenbleiben. Wesentlich bleibt es Kritik am Willen zur Ekstase. Um aber herauszufinden, ob dieser in einer bestimmen Musikkultur (mehrheitlich) vorliegt, dafür geben weder Canetti noch Ratzinger ein Instrumentarium an die Hand. Dagegen sprechen beim Metal der hohe Stellenwert der Individualität sowie "metallische" Argumentationen gegenüber der Popmusik, die der Ratzingers sehr nahe kommen. Doch es gibt auch Äußerungen, die Ratzingers Kritik bis ins Detail zu bestätigen scheinen (wobei ich eingestehen muß, daß mich deren Existenz durchaus überrascht hat). Es wäre zwar merkwürdig, aber nicht undenkbar, würde der Metal auf Konzerten ausgerechnet die Individualität aufzulösen trachten, die er ansonsten als Wert vertritt. Möglicherweise bemerken aber die starken Individualisten im Metal einfach nur nicht, wie unindividualistisch sie eigentlich sind, weil sie sich nur andere Regeln vorgeben lassen als der Durchschnittsmensch.
Jetzt bin ich von meiner eigentlichen Absicht, von der Musik selbst zu schreiben, ein paar Kapitel abgekommen und werde das auf den nächsten Post verschieben müssen. Bevor mir aber jemand vorwirft, Moment!, da gibt's doch noch ganz gefährliche Dinge wie Rückwärtsbotschaften oder die satanischen Tritonus, werde ich auch dazu noch kurz etwas anfügen. Beides kommt in meiner Diss nur als Exkurs zur Sprache, was damit zu tun hat, daß sich zwar die Vorurteile gut in der entsprechenden Traktätchenszene halten, sie aber in keiner Weise auch nur ansatzweise wissenschaftlich anschlußfähig sind:
- Die Theorie hinter den "satanischen Rückwärtsbotschaften", die leider meist hinter der Frage zurückstehen muß, ob es solche Botschaften überhaupt gibt (ja, es gibt sie), weist einen ganz eklatanten Mangel (neben vielen kleineren) auf. Sie setzt nämlich ein weder psychologisch noch neurologisch anschlußfähiges Bild des Gehirns und seiner Wirkweise auf, nämlich als eine Art Computer. Dieser sei in der Lage, unbewußt gehörte Rückwärtsbotschaften umzukehren und ihre Inhalte unter Umgehung des Bewußtseins verhaltensbestimmend werden zu lassen. Das ist, soweit die Theorie überhaupt empirisch überprüfbar ist, sogar widerlegt. Seit mittlerweile 26 Jahren.
- Dem Verständnis des Tritonus als "satanisches Intervall", das womöglich sogar ungewollt den Teufel beschwören und den Beschwörenden in seine Gewalt bringen könne, liegt schlicht ein historisches Mißverständnis zugrunde. Diese Vorstellung ist erst seit dem 18. Jahrhundert nachgewiesen (und zunächst auf Italien beschränkt), während die Meidung der übermäßigen Quarte bis ins frühe Mittelalter zurückgeht (belegt ab dem 9. Jh., was übrigens nicht heißt, daß der Tritonus nicht vorgekommen wäre). Die übemäßige Quarte, ein Intervall von drei Ganztönen (Tri-tonus) war schlicht ungewöhnlich, unüblich, entsprechend schwer zu singen und brachte einiges an Hilfsmitteln beim Gesang (siehe Hexachordsystem) durcheinander. Vermutlich von hier aus entwickelte sich die Bezeichnung diabolus in musica -- Durcheinanderwerfer in der Musik. In Unkenntnis des Ursprungs brauchte im 18. Jahrhundert der "diabolus in musica" aber eine neue Erklärung...
Anzumerken wäre noch, daß der Tritonus heutzutage (und schon im genannten 18. Jh.) alles andere als ungewöhnlich ist (war), ist er doch gleich doppelter Bestandteil jedes Dominantseptakkords. Vor allem aufgrund seiner "teuflischen" Bezeichnung und der ihm innewohnenden Spannung wurde er ab dem Barock als musikalisches Symbol für besondere Gefahren verwendet. Erst ab dieser Zeit kam überhaupt die Vorstellung auf, der Teufel hätte mit diesem Intervall mehr zu tun als nur seinen Namen dafür herzugeben. Ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert hatte er diese Funktion im hochkulturellen Musikbetrieb jenseits seiner historischen Bedeutung längst verloren. Nicht einmal in die populäre Musik wurde er erst von Black Sabbath, die als zweites Intervall im ersten Song auf dem ersten Album und damit quasi in der Geburtsstunde des Metals gleich einen Tritonus verwendeten, eingeführt, das war bereits im Jazz erfolgt. Black Sabbath verwendeten ihn im Gegensatz zum Jazz jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach genau in der klassischen Bedeutung als Symbol für besondere Gefahr, wie sie sich im Liedtext beschrieben findet:
Montag, 5. September 2011
Dringend
1981?! Das habe ich eindeutig erst später kennenlernen können. Aber ich bin ja auch gerade aus allen Wolken gefallen, daß Cold as Ice von 1977 ist...
Freitag, 2. September 2011
Positives Denken
Und um gleich mal mit gutem Beispiel voranzugehen, hier ein (positiver) Motivationssong:
Auf diesen Song bin ich kurz nach seiner Veröffentlichung gestoßen, so 2002/2003 schätzungsweise, er begleitet mich also bald 10 Jahre. Ich habe ihn von Anfang an auf die kirchliche Situation bezogen, was vor allem deshalb problemlos möglich ist, weil er eigentlich inhaltsleer ist, sich also nicht für eine bestimmte Weltanschauung ausspricht.
Dennoch hat meine Interpretation einen Anhalt am Text, wenn auch eher aus etymologischer denn aus Übersetzerperspektive. Für mich bedeutete "reroute" immer mehr als nur "umleiten, umsteuern", sondern "erneuern", "wiederausrichten", also Rückkehr zu etwas, was früher schon da war, Umkehr. Entsprechend beziehe ich auch die Zeile "destroy... anything that seperates across the times" auf alles, was der Tradition widerspricht, also uns über die Zeiten hinweg trennt.
Ok, alles ziemlich subjektiv, aber das ist ja das Schöne an Kunst. Daher ein Verweis auf meine (subjektive) Übersetzung/Interpretation des Textes (dort überhaupt auf den christlichen Glauben bezogen und daher am Ostersonntag gepostet :-).
(Komisch, auf meinem CD-Cover heißt es "Fourteen Songs of Conscious Insanity", nicht "Madness".)
Auf diesen Song bin ich kurz nach seiner Veröffentlichung gestoßen, so 2002/2003 schätzungsweise, er begleitet mich also bald 10 Jahre. Ich habe ihn von Anfang an auf die kirchliche Situation bezogen, was vor allem deshalb problemlos möglich ist, weil er eigentlich inhaltsleer ist, sich also nicht für eine bestimmte Weltanschauung ausspricht.
Dennoch hat meine Interpretation einen Anhalt am Text, wenn auch eher aus etymologischer denn aus Übersetzerperspektive. Für mich bedeutete "reroute" immer mehr als nur "umleiten, umsteuern", sondern "erneuern", "wiederausrichten", also Rückkehr zu etwas, was früher schon da war, Umkehr. Entsprechend beziehe ich auch die Zeile "destroy... anything that seperates across the times" auf alles, was der Tradition widerspricht, also uns über die Zeiten hinweg trennt.
Ok, alles ziemlich subjektiv, aber das ist ja das Schöne an Kunst. Daher ein Verweis auf meine (subjektive) Übersetzung/Interpretation des Textes (dort überhaupt auf den christlichen Glauben bezogen und daher am Ostersonntag gepostet :-).
(Komisch, auf meinem CD-Cover heißt es "Fourteen Songs of Conscious Insanity", nicht "Madness".)
Mittwoch, 17. August 2011
Samstag, 13. August 2011
Schwarzmetall
So, heute headlined At the Gates, also wäre wieder Death Metal dran, genauer: Die Band gilt als Begründer des Göteborg Death Metals oder Melodic Death Metal. Habe ich aber gerade keine Lust drauf, also werde ich aus den wenigen (in meinen Ohren) guten Black Metal-Songs ein paar auswählen (und dabei mich nicht allzusehr von Genregrenzen wie Pagan oder Viking Metal aufhalten lassen, sonst beschränkt sich das hier im Wesentlichen auf Immortal).
Enslaved -- 793 (Slaget om Lindisfarne)
Co-Headliner sind heute Enslaved. Drum der meiner Meinung nach beste Song von denen, deren Text, in dem der Überfall auf das ungeschützte Kloster Lindisfarne verherrlicht wird, man besser ignoriert. Da auf irgendwas a la "ancient scandinavian" gesungen, versteht man ihn eh nicht. Aber musikalisch ist das Stück von 1997 eine gute Viertelstunde Orgasmus.
Immortal -- Pure Holocaust
Wie gesagt, es geht nicht ohne Immortal. Spätere Alben sind mir zu glatt, daher das Titelstück vom absolut politisch inkorrekt betitelten zweiten Album (1993). (Wobei man dazu sagen muß, hier wird "Holocaust" im eigentlichen Wortsinne verwendet und "Pure Holocaust" beschreibt eine Apokalypse. Daß die Band sich der Provokation nicht bewußt gewesen sein soll, halte ich allerdings für absolut unglaubwürdig.)
Bathory -- One Rode to Asa Bay
Black Metal zu sagen, bedeutet (nach Venom) Bathory zu meinen. In der Black Metal-Phase aber m.E. absolut unhörbar, drum ein wenig Viking Stuff von 1990:
Cradle of Filth -- The Forest Whispers My Name
Auch nicht fehlen darf mein erster Kontakt mit Extreme Metal in Form von Cradle of Filth bzw. deren Song "The Forest Whispers My Name" (1994). Als ich den das erste Mal hörte (ca. 1999/2000), wußte ich noch nicht einmal, daß es sowas wie Black Metal überhaupt gibt. Da war für mich alles noch "Heavy" oder nur "Metal" und dieser Song absolut "fucking awesome" und so ziemlich das letzte mal, daß mir ein Metalsong so richtig evil und gefährlich schien.
Enslaved -- 793 (Slaget om Lindisfarne)
Co-Headliner sind heute Enslaved. Drum der meiner Meinung nach beste Song von denen, deren Text, in dem der Überfall auf das ungeschützte Kloster Lindisfarne verherrlicht wird, man besser ignoriert. Da auf irgendwas a la "ancient scandinavian" gesungen, versteht man ihn eh nicht. Aber musikalisch ist das Stück von 1997 eine gute Viertelstunde Orgasmus.
Immortal -- Pure Holocaust
Wie gesagt, es geht nicht ohne Immortal. Spätere Alben sind mir zu glatt, daher das Titelstück vom absolut politisch inkorrekt betitelten zweiten Album (1993). (Wobei man dazu sagen muß, hier wird "Holocaust" im eigentlichen Wortsinne verwendet und "Pure Holocaust" beschreibt eine Apokalypse. Daß die Band sich der Provokation nicht bewußt gewesen sein soll, halte ich allerdings für absolut unglaubwürdig.)
Bathory -- One Rode to Asa Bay
Black Metal zu sagen, bedeutet (nach Venom) Bathory zu meinen. In der Black Metal-Phase aber m.E. absolut unhörbar, drum ein wenig Viking Stuff von 1990:
Cradle of Filth -- The Forest Whispers My Name
Auch nicht fehlen darf mein erster Kontakt mit Extreme Metal in Form von Cradle of Filth bzw. deren Song "The Forest Whispers My Name" (1994). Als ich den das erste Mal hörte (ca. 1999/2000), wußte ich noch nicht einmal, daß es sowas wie Black Metal überhaupt gibt. Da war für mich alles noch "Heavy" oder nur "Metal" und dieser Song absolut "fucking awesome" und so ziemlich das letzte mal, daß mir ein Metalsong so richtig evil und gefährlich schien.
Freitag, 12. August 2011
Oldschool
Ich habe da mal was vorbereitet... Da letzte Woche in der Blogoezese mehrfach von "oldschool" die Rede war, hier ein bißchen echte Oldschool (nämlich of Death Metal):
Dismember -- Override of the Overture
Schwedischer Death Metal von 1991, hier in der Live-Version (passenderweise vom Headlinerauftritt auf dem Party.San 2008). Allein das Hauptriff ist einen Abgang wert!
Possesed -- The Exorcist
Death Metal avant la lettre. Von 1985, wie man an dem billigen Synthy-Intro leicht erkennt :-). Die Cannibal Corpse-Version ist in meinen Ohren zwar abgesehen vom Fehlen des kultigen Intros besser, aber das Original ist in Sachen Oldschool einfach zwingend erforderlich. Hier kommt das Hammerriff erst nach knapp 80 Sekunden, dauert dafür aber auch fast 20 :-)
Death -- Infernal Death
Ok, über Old School Death Metal zu reden ohne die Death, die Vorreiter des Technischen Death Metals zu erwähnen, kann nicht sein. Die ersten drei Alben hier komplett einzubetten, wäre wohl etwas Overkill, schweren Herzens mußte ich mich also für ein Stück entscheiden. Nach rein formalen Kriterien ausgewählt der Opener des ersten Albums (1987):
Morbid Angel -- Maze of Torment
Ok, von Morbid Angel ist eigentlich nur der Erstling "Altars of Madness" (1989) wirklich gut, dafür aber überragend. Da Morbid Angel den heutigen Freitag headlined, hier der meines Erachtens beste Morbid Angel-Song ever:
So, da ich davon ausgehe, daß das sich sowieso kaum einer alles reinzieht, soll es für heute reichen.
Dismember -- Override of the Overture
Schwedischer Death Metal von 1991, hier in der Live-Version (passenderweise vom Headlinerauftritt auf dem Party.San 2008). Allein das Hauptriff ist einen Abgang wert!
Possesed -- The Exorcist
Death Metal avant la lettre. Von 1985, wie man an dem billigen Synthy-Intro leicht erkennt :-). Die Cannibal Corpse-Version ist in meinen Ohren zwar abgesehen vom Fehlen des kultigen Intros besser, aber das Original ist in Sachen Oldschool einfach zwingend erforderlich. Hier kommt das Hammerriff erst nach knapp 80 Sekunden, dauert dafür aber auch fast 20 :-)
Death -- Infernal Death
Ok, über Old School Death Metal zu reden ohne die Death, die Vorreiter des Technischen Death Metals zu erwähnen, kann nicht sein. Die ersten drei Alben hier komplett einzubetten, wäre wohl etwas Overkill, schweren Herzens mußte ich mich also für ein Stück entscheiden. Nach rein formalen Kriterien ausgewählt der Opener des ersten Albums (1987):
Morbid Angel -- Maze of Torment
Ok, von Morbid Angel ist eigentlich nur der Erstling "Altars of Madness" (1989) wirklich gut, dafür aber überragend. Da Morbid Angel den heutigen Freitag headlined, hier der meines Erachtens beste Morbid Angel-Song ever:
So, da ich davon ausgehe, daß das sich sowieso kaum einer alles reinzieht, soll es für heute reichen.
Donnerstag, 11. August 2011
Ich bin dann mal weg...
Wat dem einen sein Karneval ist dem andern sein Party.San. Drei Tage zelten, leben, schlafen, essen und frieren im Schlamm. Dazu eine Überdosis Death/Black/Thrash Metal sowie Ernährung von Fast Food und Bier. Jährlich am zweiten August-Wochenende. Dieses Jahr möglicherweise sogar mit ein paar Sonnenstrahlen und -- dank neuer Location auf einem Flughafen -- mit befestigten Wegen im Camp-Area. Hier also Commonitoria in der Party.San-Edition mit ein paar Impressionen vom letzten Jahr, in dem meine Stiefel schon kurz nach der Anreise ihr Leben ausgehaucht hatten:
Danach weiß man dann ein festes Dach über dem Kopf, Seife und eine Dusche wieder viel besser zu schätzen. Die Soundqualität ist übrigens auf dem Party.San in aller Regel spitze. Wenn sie auf den Videos anders wirkt, liegt das an den Handys, die sie aufgenommen haben.
Danach weiß man dann ein festes Dach über dem Kopf, Seife und eine Dusche wieder viel besser zu schätzen. Die Soundqualität ist übrigens auf dem Party.San in aller Regel spitze. Wenn sie auf den Videos anders wirkt, liegt das an den Handys, die sie aufgenommen haben.
Dienstag, 2. August 2011
Samstag, 30. Juli 2011
Dienstag, 26. Juli 2011
Sowas again
Kann mir mal jemand die Preispolitik von Amazon erklären?! Die meisten (Metal-) CDs verticken die für Preise zwischen 30 und 40 Euro (wer bezahlt denn sowas?!), aber sobald nur noch ein bis zwei auf Lager sind, kosten die plötzlich unter 10 Euro. Ok, damit ist Amazon immer wieder für ein Schnäppchen gut, und ich kann's ja auch nachvollziehen, daß sie zur Lagerräumung die Preise massiv runtersetzen. Aber warum versuchen sie die Scheiben (obwohl auf Lager) zu Preisen zu verkaufen, die um ein vielfaches über denen der Marketplace-Anbieter liegen (von den meisten Metal-Mailordern mal ganz abgesehen)?
Mittwoch, 20. Juli 2011
Dienstag, 19. Juli 2011
Ich fühle nichts
The more I see - the less I believe
The more I hear - the less I care
We used to be the chosen ones
Second to none
Look at what we've become
A pathetic excuse for life
I feel nothing
Montag, 18. Juli 2011
I'm back
Komisch, irgendwie scheints dieses Lied online nur in mehr oder weniger übersteuerten Fassungen zu geben...
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